MEIN NEUES BESTES STÜCK



FILMKRITIK:

Wie eine Seifenblase zerplatzt für die chaotische Zweifachmutter Jeanne (Audrey Dana) das Glück einer perfekten Ehe. Ohne Vorwarnung lässt ihr Gatte sie eines Tages wissen, dass er sich in eine andere – natürlich jüngere – Frau verliebt habe. Für die beiden Kinder wolle er selbstredend das gemeinsame Sorgerecht beantragen. Jeanne weiß nicht, wie ihr geschieht. Es ist ein Schock, der ihr ohnehin überschaubares Selbstbewusstsein zum Einsturz bringt. Die folgende Nacht wird für sie zu einem Albtraum, auch weil draußen ein lautes Gewitter tobt. Völlig übermüdet und noch immer fertig mit den Nerven wartet am nächsten Montag schon der nächste Schock auf Jeanne. Zwischen ihren Beinen erblickt sie etwas, was dort garantiert nicht hingehört: Das vermeintlich beste Stück eines Mannes. Panisch eilt sie zu ihrem Gynäkologen (Christian Clavier), der mit der Situation aber kaum weniger überfordert ist. Jeanne müsse sich notgedrungen an ihr neues Anhängsel gewöhnen. Eine Operation lehnt er kategorisch ab. Ihre beste Freundin (Aliode BelaÏdi) findet die Verwandlung sogar in gewisser Weise aufregend und sexy.


Welch große Folgen eine nur kleine Veränderung haben kann, lässt sich in „Mein neues bestes Stück“ aus einem sehr französischen und zugleich weiblichen Blickwinkel beobachten

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Marcus Wessel